Karwendelmarsch – Ein harter Tag

Der Wecker klingelt um kurz vor 5. Die anderen Drei sind schon wach. Sofort schießen mir die Fragen durch den Kopf: „Bist Du eigentlich bekloppt?“ „Hast Du genug trainiert?“ „Hast Du alle wichtigen Sachen im Rucksack?“. Das Frühstück ist der Knaller! Wir haben zwar „nur“ in einer Ferienwohnung übernachtet, aber das morgendliche Mahl gestaltet sich wie in einem Hotel und ist auch viel zu viel. Um 10 vor 6 stehen wir abmarschbereit vor der Tür. Bis zum Startbereich sind es nur ein paar Minuten. Es nieselt. Das ist dann wohl der Ausblick auf den heutigen Tag.

Ein kurzer Rückblick: Zu Beginn des Jahres treffe ich Christoph, einen Geocache- und Kletterfreund in der Kletterhalle. Er stellt mir die entscheidende Frage für dieses Jahr: „Martin, hast Du Lust beim Karwendelmarsch mitzugehen?“ Ohne überhaupt zu wissen, worum es genau geht und ohne eine Sekunde zu zögern beantworte ich die Frage mit „Ja.“ Und danach erst: „Worum geht’s denn eigentlich???“ So bin ich halt. Jedes Jahr eine harte Tour oder ein anspruchsvolles Sport-Event, damit man auch einen Trainingsanreiz hat. Nun aber zurück zum Marsch…

Im Startbereich ist der Bär los. Wie gewohnt stehen die meisten Läufer nur im Leibchen und Shorts da. Ohne Regenkleidung, eine warme Garnitur oder ähnliches. Irgendwie bin ich darüber schon ein wenig entsetzt. Sei´s drum. Die kleinen Sorgen nach dem Aufwachen sind wie weggeblasen und gleich geht´s endlich los! 3min vor dem Start dann der erste richtige Guß. Wir ziehen unseren Regenkram an. Dann das Startsignal. Da wir den direkten Startbereich nicht einsehen können sehen wir vom Trubel nichts. Nach und nach setzen sich die Leute in Bewegung. Wir sind recht entspannt und warten noch einen Moment. Im Startbereich verabschieden wir uns von Melanie und Andreas. Sie wollen die „kurze“ Strecke von 35km gehen und die Sache etwas langsamer angehen als Christoph und ich. Aber das wir uns sofort trennen wußte ich gar nicht?! Ich wünsche den Beiden viel Erfolg und dann sind wir auch schon weg. Stempel auf die Karte und gib ihm. Ja, die Karte. Bei der Anmeldung am Vortag haben wir unsere Startnummer mit dem Namen drauf bekommen. Diese sollte man gut sichtbar tragen (wir hatten sie alle am Rucki). Weiterhin bekam man eine Stempelkarte. An den Labestationen am Wegesrand mußte man diese dann abstempeln lassen, so daß man am Ende einen Beweis hat keine Abkürzungen genommen zu haben.

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