Via Örfla, Via Kapf und Via Kessi

Am Mittwoch des Männerurlaubs wollten wir einige Klettersteige erleben und es wurden gar drei. Nach einer relativ weiten Anreise parkten wir unser Auto am Schwimmbad bei recht frischen Temperaturen. Nachdem Thorsten fertig gefrühstückt hatte zogen wir los in Richtung „Via Örfla“ und waren nach kürzester Zeit in einem sehr schönen urigen Tal mit einem wild plätschernden Bach unterwegs. An einer Stelle guckte sich Thorsten eine Höhle an. Erst auf dem Rückweg stellten wir fest, daß er dabei fast über einen Cache gestolpert wäre. An einer völlig unscheinbaren Stelle folgten wir dann einem ebenso unscheinbaren Steinmännchen auf einem Trampelpfad in den Wald und erneut am Bach entlang. Seltsam war es schon, denn hier stand nirgendwo ein Schild oder gar eine Hinweistafel.

Im weiteren Verlauf querten wir ab und zu den Bach, aber der „Weg“ blieb ein unscheinbarer Trampelpfad. Als wir uns schon langsam Sorgen machten, daß wir eben falsch sind… TATAAAA! Ein Aluschild mit der Aufschrift: „Via Örfla“. Supi! Also das Klettersteig-Equipment angelegt und schon ging es los. Es gab keine anderen Mitstreiter. Erst ganz am Ende und somit auch der Schlüsselstelle hatte Thorsten ein paar weitere Bergsteiger gesichtet. Bis dahin verlief der Kletterstieg ebenso wie der Trampelpfad mal hier mal dort am Bach entlang. Nur eben als Klettersteig. An der Schlüsselstelle angekommen konnten wir erst den Cache finden. Der weitere Verlauf des Klettersteigs stellte sich als vertikale Wand dar, wobei die erste Sicherungsmöglichkeit erst in einigen Metern Höhe war. Ab dort gestaltete sich der Rest des Klettersteigs dann auch knackig und fein, bis wir oben auf einem Weg herauskamen.

Hier wurde dann die Lage gepeilt und flugs der Rückweg angetreten.

Wieder am Auto angekommen wurde uns dank des Navis erst klar, daß die anderen beiden Klettersteige doch etwas weiter weg sind. Zumindest per pedes wäre es eine harte Nummer geworden, denn es ging noch eine ganze Weile mit dem Auto bergauf, bis selbst das Navi nicht mehr wußte, wo wir sind. Aber die Koordinaten stimmten dann an dem Parkplatz wo wir hielten. Dort war dann aber etwas unklar, wo wir hinmußten. Zum Glück nahmen wir den richtigen Weg. Der Zustieg verlief über einen schmalen Pfad am Hang, der schon etwas knackig war. Die beiden Klettersteige liegen dann tatsächlich unmittelbar nebeneinander. In einem Klettersteig war dann auch ein Aspirant unterwegs. Wir zogen dann mal wieder das übliche Geraffel an und kletterten los. Dieser Steig war deutlich knackiger als die Via Örfla. Hier ging es senkrecht und längere Zeit bergauf, bis man auf einem Balkon pausieren und fotografieren konnte. Kurz danach kommt man an einen Cache, der in einer fast senkrechten Höhle liegt. Diese Höhle kann auch zum Abseilen genutzt werden, was wohl von einigen Cachern auch genutzt wird. Ein lustiger Gimmick ist direkt hinter der Höhle ein Zapfhahn, der in die Wand betoniert wurde. Dort wird dann für den naheliegenden Gasthof geworben. Oben angekommen war dann auch sehr schnell, daß wir durch Werbung geködert werden können

Während des Radlers wurde klar, daß es Thorsten immer noch nicht so supidupi geht, so daß ich alleine den letzten Klettersteig anging, während Thorsten noch einen Multilevelcache lösen wollte. Die letzte „Via“ war dann sehr vergleichbar mit der Nachbarvia. Leider habe ich irgendwie den richtigen Weg verpaßt, denn ich benutzte gegen Ende den Notausstieg. Thorsten war dann etwas verdutzt, als ich plötzlich neben ihm auftauchte, denn er wartete am normalen Ausstieg. Thorsten konnte den Cache übrigens finden.

Unser Tagesresumee: Alle Klettersteige sind sehr empfehlenswert. Die Via Örfla ist landschaftlich reizvoll. Der Klettersteig lohnt sich, ist aber nur am Ende knackig. Via Kapf und Via Kessi sind fein. Kurz und knackig und zwischendurch kann man was trinken gehen. Hier bietet sich auch eine tolle Aussicht!

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