Auf dem Rückweg aus dem Stubaital haben wir noch mal im Wetterstein Station gemacht.

Hierhin hat uns schon unsere erste Tour im ersten Männerurlaub geführt. Damals kamen wir aber erst Nachmittags in Elmau an. Wir hatten auch keine echte Erfahrung im Bergsteigen. So war die erste Tour schon am Ferchensee zu Ende.

Anders dieses Jahr. Da 2011 das Wetter eher unbeständig war, mussten wir unsere Touren von Tag zu Tag planen. Gegen Ende der Urlaubswoche schien das Wetter besser zu werden. Also machten wir den Plan, den Rückweg mit einem Gipfel zu versüßen.

Gesagt getan – Als wir am Parkplatz in Mittenwald ankamen, fuhr der Bus zum Ferchensee gerade ab, natürlich ohne uns… Also wieder rein ins Auto und dem Bus hinterher. In der Nähe des Schützenhauses haben wir den Wagen geparkt und sind zu Fuß weiter. Erst Richtung Ferchensee, dann weiter zum Abzweig Karwendelspitze. Jetzt wird’s steiler. Durch Bäume und Büsche geht’s bergauf – bis zum Schotterfeld welches am rechten Rand umgangen wird. Dann verläuft der Pfad an der Felswand entlang. Hier trafen wir die einzigen Wanderer am heutigen Tag. Mal einfach mal schwieriger gewinnen wir stetig an Höhe bis wir plötzlich auf dem Gamsanger stehen.

Gesamtstrecke: 16497 m
Maximale Höhe: 2284 m
Minimale Höhe: 950 m
Gesamtanstieg: 1562 m
Gesamtabstieg: -1552 m
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Eine kleine Pause musste reichen – wir waren ja auch schon spät dran. Ab hier war dann klettern angesagt. Der Fels ist griffig aber Geröll liegt überall. Klar hatten wir die Helme auf. Der Steig ist auch mit vielen Punkten markiert, wir haben es aber trotzdem geschafft ihn zu verfehlen. (Wenn man durch eine ca.10m lange Scharte klettert, ist man FALSCH! Rechts oberhalb wäre richtig gewesen). Nach ca. 45min schöner Kletterei bei toller Aussicht standen wir am Gipfel. Klasse Ausblicke in alle Richtungen waren uns gegönnt. Nach einer Gipfelrast stiegen wir auf dem Steig ab, den wir gekommen waren. Der geröllige Abstieg kostet einiges an Zeit und Kraft. Das Schotterfeld nach dem Gamsanger, auf das wir uns die ganze Zeit gefreut hatten, taugt leider nicht wirklich für eine schöne Abfahrt. Der weitere Abstieg ist dann  auch recht unspektakulär. Da wir bergab eigentlich immer zügig unterwegs sind, verpassten wir natürlich prompt  den Abzweig Richtung Auto. So kamen wir aber am Ufer des Ferchensees vorbei – war auch ganz nett.

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